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02.01.18

Walk the line

Hat nichts mit Johnny Cash zu tun ;-). Ich möchte hier einen Zeichenrückblick erstellen, damit ich mir meine Zeichenprozesse mal vor Augen führen kann. 2005 ist jetzt das Frühste, was ich in Händen bekam und immerhin schon über zehn Jahre alt (damals war ich 20). Wenn ich ein paar Kindheitskrakeleien finde, füge ich die jedoch gerne an.
Ich sehe, dass sich in Sachen Farbe viel bei mir getan hat. Zwischendurch erfolgte mein Ausflug in die Welt der Computercoloration, der jedoch immer sehr kurz ausfiel. Inzwischen bin ich bei Alkoholmarkern angekommen und liebe diese heiß und innig (siehe letztes Bild). Die Anatomie ist noch immer mein größter Feind. Ich wage fast zu sagen, dass da nicht viel passiert ist bei mir. Mein Stil ist jedoch sehr eindeutig. 


2005
Eher untypisch für mich in der Zeit.
2006

Tatsächlich ein ernst gemeintes Portrait.
  


2007
Hier drehte ich völlig frei mit Material, das auf dem Wohnzimmertisch lag.


2010

Batman und Jugendstil geht gut zusammen...dachte ich 2010. Denke ich immer noch.

Diese Tierfrauen sind Teil eines Kalenders gewesen, den ich für meinen Freund gezeichnet hatte.

Allerallerallerallererste Computercoloration.


2011



Samsas Traum.


2012


Hier habe ich direkt über ein Foto von mir im Computer gemalt.


2013

Ich gab die Computercoloration nie ganz auf.


2015





2017

Bild für einen Freund.



2018


Links aus dem Jahre 2011, rechts die neue Version aus 2018

13.04.17

Dinge, die ich schon immer ausprobieren wollte..

Brandmalen!

Und es ist anstrengender als gedacht. Ich muss ja gestehen, dass tief in mir eine naive Person dachte, dass das wie Malen ist. Es ist nicht wie malen. Nuja... vielleicht ein bisschen wie malen. Aber wie Malen mit einem ätzenden Stift. Aber Spaß hat es gemacht.


Bei Tageslicht sieht es übrigens noch übler aus. Allerdings kann mein Gerät auch nur heiß. Mit Temperaturregulation ist da nix. Ich werde es aber noch einmal probieren. Was alles so geht sieht man hier.
 

06.03.17

"Könntest du mir..."

Ich habe tatsächlich eine Anfrage bekommen und ie entsprechend umgesetzt. Eine Nähkromantin wünschte sich für ihren Mann ein Portrait mit Hund in meinem Signature Style. Ich weiß eigentlich selbst nicht genau was MEIN Stil ist und tüftele noch immer daran. Auch wenn ich meine Zeichnungen natürlich erkenne. Nun aber zu den Ergebnissen:

Meine Vorzeichnung. 
 






Deleter Tinte Black 4
Aquarellfarbe und Aquarellkreiden 
Pentel Brush
 


Zudem entstand aus einem Einkauf im dm und einem
Stück Papier ein Notizbuch für meine Schwester.
Das Notizbuch hat vorne ein Fach für Fotos. Von Vorne ist 
auch eine Folie, so dass das Bild geschützt ist. 



Auch entstanden ist ein Loop mit diesem interessanten Muster.
Kiwis und Melonen. Der Stoff ist wohl für Blusen gedacht und somit
ein passabler Sommerschal.
 

Begeisterung pur. Aber fällt interessant. 
 

05.02.17

Neues Spielzeug. AGAIN.

Heute Morgen fand ich ein kleines Paket in meinem Briefkasten. Womöglich von gestern. Post aus Japan. In meinem Wahn habe ich letztes Jahr Anfang Dezember beschlossen mit Tinte malen zu wollen. Wieso eigentlich? Keine Ahnung. Es überkam mich einfach so. Aber die Japaner haben es als Gift etikettiert und sind 'happy' (Zitat), dass ich bestellt habe. So steht es jedenfalls in dem Brief.
Ich habe augenblicklich ein wenig herumprobiert.

 Insgesamt sind es drei Spitzen, die man für verschiedene Zeichen...ziele einsetzen kann. Die linke Spitze nennt sich Saji-Pen oder Kabura-Pen oder Tama-Pen und soll toll für Anfänger sein. Der Mittlere ist ein G-Pen und kann für dicke und dünne Linien verwendet werden. Und dieses ultraniedliche kleine Ding ist ein Maru-Pen und dient detailierte und feine Linien. Some people use is for drawing main lines. Alles klar. Ich habe sie alle benutzt für Schrift, dicke Katzen und Comicfiguren. Die Tinte ist Black 4 und ist wohl die teuerste. Wusste ich beim Kauf nicht. Ich dachte nur 'Und da ist die Tinte für den Kram'. 

 Nach einigen Tutorials bei Youtube bin ich schlauer und probiere aus. Verschiedene Techniken sind möglich. Meine Tinte ist klasse. Wenn sie noch flüssig ist, ist sie wasserlöslich. Kaum getrocknet (innerhalb 5 Minuten) trotzt sich Alkohol und Wasser. Da ich ja auch noch die Copicmarker habe und die auf Alkoholbasis sind, ergänzen die beiden sich also prima. Bei dem Wolf habe ich Outlines gezaubert, diese trocknen lassen und dann mit Wasser einen Schwanz gemalt. In die feuchte Stelle kam Tinte und ZACK es blutete unglaublich schön aus. Dann habe ich ein wenig mit Tinte ausgemalt und mit Wasser verwischt. Schön! Schon ist da ein aquarelliger, stark pigmentierter Wolf. Die Tintentropfen sind übrigens das Produkt einer Unachtsamkeit. Aber passt doch prima.



Ophelia überkam mich einfach so. Ich wollte, dass sie an der Wasseroberfläche hängt und teilweise darunter schwebt. Haare sollten im Wasser wehen und teilweise an der Oberfläche schwimmen. Die Illusion ist mir nur mittelmäßig gelungen, aber ich mag die Farben. Farben waren übrigens Aquarellkreisen und mein Pentelbrushpen. Der Kopf ist etwas deformiert, aber ist ja auch eine Wasserleiche.

 
Da mir meine erste Ophelia nicht tot genug erschien, habe ich es noch einmal probiert. Eher so nebenher und ohne viel Mühe. Aber ganz okay! Die Farben sind wieder die Aquarellkreiden. Ich mag die Aquarellkreiden. Sie haben schöne Farben und lassen sich Rückstandslos vermalen. 

Ich werde in der neuen Wohnung definitiv ein Eckchen meines Schreibtischs nur für das Zeichnen freihalten müssen. Und natürlich wird hier immer noch von Comics und anderem Ruhm geträumt ;-).

29.01.17

Bunt bunt bunt

Ich habe einen Copicmarker und vier Touch-Marker bekommen. Alle arbeiten sie mit Tinte auf Alkoholbasis. Und sie sind so großartig! Ich wollte die Marker schon immer mal ausprobieren, habe schon immer die wunderbar gleichmäßigen Bilder von anderen Leuten bewundert. Und endlich konnte ich selber mal basteln!



 Mein schwules Lieblingspärchen. 
Erst neulich dachte ich mir noch: Du bist Ü30 und malst schwule Teenies. 
Ist das normal?


 Mein erstes Bild. Wurde direkt als Selbstportrait bezeichnet.
VIelleicht sollte ich mir aus Trotz ein montröses Tattoo auf den
Oberschenkel tättowieren lassen. 

Robert. Ich glaube ich lasse ihn so. 

Na welche Farbe habe ich? ;-).
Die Hautfarbe entsteht durch meinen Aquarellkasten und ist einfach nur Rot mit viel viel Wasser. Laut meiner Zusje kriege ich die anderen Stifte demnächst auch. Hat wegen des chinesischen Neujahrs etwas gedauert. Allmählich erwacht auch in mir die Lust doch weiter an COmicprojekten zu arbeiten.

21.08.16

Und nachts schlafen die Ratten doch...




Ich bin aktuell bezüglich des Zeichnens besonders motiviert. Auf meinem Schreibtisch liegt ein Buch über das 'Zeichnen als Beruf' und 'Comics machen'. Das erste Buch klingt angesichts meiner mittelmäßigen Fertigkeiten etwar großkotzig, aber mir geht es eher um das Kapitel 'Zeichnen als Nebenberuf' und 'Professionelle Rechnungen' weil meine Schwester mich wieder für Illustrationen anfragte und von Bezahlung sprach. Außerdem bin ich es leid, dass sie mir immer ein Kleingewerbe andrehen wollen wo ich doch Künstlerin bin *Haare werf* ;-). 
Aber ich gestehe, dass ich ich die Vorstellung sehr attraktiv finde ab und an vielleicht als professionelle Illustrationen angefragt zu werden. Und bisschen träumen darf man ja.

Ich habe entsprechend motiviert meine Sommerferien illustriert und versucht
 
 Ihr dürft gerne raten was ich alles so getrieben habe.

Hier sind auch die nächsten ungeinkten Seiten vom Borchert-Comic. Ich dachte ja zu Beginn naiv, dass man gar nicht soviele Seiten braucht um die Geschichte zu erzählen, aber der Comic wird im Endeffekt seine acht Seiten haben.








Mir fällt inzwischen auf, dass der Jürgen dem Anton aus meiner Punkchen-Geschichte sehr ähnelt. Das würde dann ein epochaler Comic werden. Die Geschichte ist übrigens immer noch nicht fertig.

Nun denn! Bleibt kreativ. Malt, schreibt, bastelt, formt Statuen aus Popeln!

18.08.16

Pimp my Kalendarium!

Mir missfällt der Start in das neue Schuljahr und der zweiten Jahreshälfte mit Aussicht auf Winter noch sehr. Ich weiß genau, dass mir mein Job eigentlich Spaß macht und dass ich mitten drin auch zurecht kommen werde (muss ja). Aber jetzt so in den Ferien. Meh. Mag nicht!
An meinem letzten Tag in Amsterdam (oh du Schöne) habe ich aber noch ein Kalendarium erstanden, in das ich dann fortan Arbeitstermine schreiben kann. Schönerweise hat es Klarsichtfolienseiten, die man mit Bildern aufpeppen kann. Das habe ich dann gestern Abend direkt noch gemacht.


Cover direkt mal mit diesem Bild einer
Mikro-Ökosystem-Kapsel aufgepeppt. 
Vielleicht hilft es auch gegen die ständigen
neugierigen Blicke. Bei meinem alten Kalendarium wussten 
die Schüler nicht was das ist. 
 

Eine Frau braucht einen Namen.
Hier habe ich einfach meinen genommen. 
Aber ohne Vornamen. Schüler kriegen gerne einen Anfall
von Machtgefühlen wenn sie dich bei Vornamen kennen.

  
Stevonnie aus Steven Universe begleitet mich in den 
ersten Wochen Nudeln mampfend. 

Dahinter rückt Peter Grant vom Sondereinsatzkommando
aus dem Folly seine Krawatte zurecht. 
Seht ihr diese praktischen Taschen? Da kann ich viel
reinstopfen.

In Amsterdamer Schifffahrtsmuseum haben es mir
die alten Schifffahrtsgemälde angetan. 
Hier mit Wal-Jagd. Das muss aber natürlich direkt
kritisiert werden von mir. 
 
 Irgendwas musste auf die Rückseite. 

Eine Onna-Bugeisha. 
Ich habe mich zeitgleich der Tradition des Kintsugi bedient
und eine fehlende Ecke durch Gold ergänzt. 
Okay, die Ecke habe ich abgerissen, aber ich lobe meine Idee. 

 Goldstifte machen fettige Flecken, die man aber mit
Post-its überkleben kann. 

 Nix geht ohne Katze.

 Mein Lieblingsjedi in jungen Jahren mit
ollem Spruch. 

 Dahinter sein Schüler mit einem verdammt
coolen Bild plus Zitat aus dem letzen Star Wars-Film.


Ich werde noch ein paar Sachen ergänzen und muss die niederländischen Feiertage durch deutsche Feiertage ersetzen, aber er dürfte seinen Zweck erfüllen. Kredits der Künstler habe ich leider keine für euch. Aber da ich ihre Werke neu inszeniert habe, ist das hoffentlich okay.